Die Männer starten den Tag etwas früher, heute gibt’s beim Programm Geschlechtertrennung. Für die beiden Männer steht heute eine Besichtigung der Boeing Werke in Everett am Programm. Wir Mädels machen einen Stadtbummel durch das Zentrum von Seattle.

Ich kundschafte erst einmal den Ausblick von der Dachterrasse des Hotels aus, die war für mich der Grund dieses Hotel zu buchen. Ich werde nicht enttäucht und freue mich schon auf den Sonnenuntergang am Abend den ich fotografisch festhalten möchte.

Da ich noch Zeit habe bis ich mit Margit verabredet bin, schaue ich noch bei Safeway ums Eck vorbei und kaufe Sonnencreme und eine Wasserflasche. Zufällig treffen wir uns dort, als absolute Coffee-Junkies die wir beide sind, muss aber dann erst mal ein Stop beim Starbucks im Hotel eingelegt werden.

International Fountain & Space Needle
International Fountain & Space Needle

Anschließend geht’s zu Fuß zur Seattle Station der Monorail. Mit der fahren wir in Richtung Pike Place Market, der nur ein paar Häuserblocks entfernt von der Endstation liegt.

Pike Place Market
Pike Place Market

Wir sind überwältigt von dem Angebot, das dort wunderschön präsentiert wird: Blumen, Obst, Gemüse, Fisch und vieles mehr. Souvenirstände dürfen auch nicht fehlen.

Hier ist auch die allererste Starbucks Filiale zu finden, die Warteschlange geht bis vor das übernächste Geschäft. Ich muss irgendwie an die Bilder vor den Apple Stores denken, wenn eines der neuen Produkte erstmals auf den Markt kommt.

Wir schauen noch bei der Gum Wall vorbei – jetzt könnt ihr froh sein, dass es noch kein Geruchs-Foto gibt! Der süßliche Geruch von gekautem Kaugummi hängt über der ganzen Gasse. Darum halten wir uns hier auch nicht allzu lange auf und spazieren weiter in Richtung Pioneer District.

Bei der nächstbesten Starbucks Filiale wird das dort gratis angebotene WLAN genützt um den genauen Standort des Hard Rock Cafe’s herauszufinden. Unser Navi haben ja die Männer mit. Das Cafe ist in der Nähe der Monorail Station, also machen wir uns auf den Weg. Da es schon Mittagszeit ist, nützen wir die Gelegenheit und essen dort zu Mittag bevor wir dann (mit einigen Souvenirs im Gepäck) wieder raus auf die Straßen spazieren.

Occidental Park
Occidental Park
Firefighters
Firefighters

Beim Occidental Park beschließen wir dann, wieder in Richtung Westgate Center aufzubrechen und noch einen Abstecher zur Waterfront zu machen.Wir sind gerade bei der Waterfront als das Telefon klingelt und unsere Männer melden, sie sind auf dem Weg zum Hotel.

Waterfront
Waterfront

Wir treten den Weg zurück zum Hotel an an, ich muss beim Pandora-Shop in der Shopping Mall neben der Monorail Station noch einen Anhänger für mein Armband erstehen. Zurück im Hotel, wissen wir dann auch schon, dass die Männer im Stau stehen. Also – wie könnte es anders bei uns Coffee Junkies sein – holen wir uns noch einen Kaffee im Hotel den wir auf der Dachterrasse mit Blick auf die Space Needle genießen.

Unser Hotel liegt genau in der Sichtlinie vom Kerry Park von dem normalerweise die tollen Seattle Skyline Fotos gemacht werden. Ich brauche mich somit für diese Urlaubsfotos nicht mit zahlreichen anderen Touristen und Fotografen um einen Platz bemühen!

Sonnenuntergang von der Hoteldachterrasse
Sonnenuntergang von der Hoteldachterrasse

Frisch gemacht und bereit für’s Abendessen beobachten wir von dort auch den Sonnenuntergang. Der dauert, da Seattle so weit im Norden liegt, ewig!

Kurz nach halb zehn ist es immer noch nicht finster, aber meine lieben Mitreisenden tun mir schon leid und ich beschließe das Fotografieren für heute sein zu lassen. Wenn ich konzentriert fotografiere, da sind sämtliche anderen Bedürfnisse ausgeblendet und werden ignoriert.

Seattle Skyline
Seattle Skyline

Mit der Monorail fahren wir wieder zum Westgate Center, in der Hoffnung das die Lokale am Pike Place Market noch offen haben. Doch leider ist dort der Gehsteig schon nach oben geklappt. An der Waterfront haben wir dann Glück und finden einen Platz in einem Seafood Restaurant gleich neben dem Riesenrad.

Müde und mit vielen neuen Eindrücken im Kopf fahren wir dann mit dem Taxi zurück ins Hotel und fallen dort wenig später in die Federn. Der morgige Tag verspricht auch wieder einige tolle Erlebnisse!

Ursprünglich wollten wir mit Freunden einen Kurztrip nach New York machen, der wurde aber durch mehrere Gründe vorerst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Da wir für unseren heurigen Urlaub aufgrund diverser Termine nur knapp 10 Tage Zeit haben, haben wir uns für einen spontanen Österreich Urlaub entschieden.

Die Route des ersten Tages führte uns zuerst nach Mariazell. Dort bleiben wir aber nicht lange, denn es regnet und auch sonst gibt es (außer der Kirche) nicht viel zu sehen. Wir steigen nach einer kurzen Mittagspause dann wieder ins Auto und fahren nach Palfau.

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Wir parken das Auto am Parkplatz der Wasserlochschenke und ich schultere den Fotorucksack. Beim Eingang werden wir 5€ pro Person an Eintritt los, dafür bekommen wir auch eine Informationsbroschüre samt Wegbeschreibung zum Wasserloch am oberen Ende der Klamm.

Beim nächsten Mal würde ich definitiv die Wanderschuhe anziehen!

Die Gehzeit bis zum Wasserloch ist mit 1 1/2 Stunden angeschrieben. Ich frage noch ob wir Wanderschuhe benötigen oder ob meine Turnschuhe ausreichen. Die nette Mitarbeiterin der Klamm meint, mit meinen Schuhen wäre die Klamm kein Problem. Wir machen uns also auf den Weg.

Die Hängebrücke

Die Hängebrücke

Gleich zu Beginn der Strecke wartet eine besondere Herausforderung für mich: eine Hängebrücke über die Salza. Es kostet mich schon einige Überwindung, aber schlussendlich bin ich dann doch am anderen Ufer angekommen.

Der Wanderweg führt zuerst entlang der Salza und anschließend durch ein kurzes Stück Buchenwald. Dann beginnt der eigentliche Steig: fast nur Stufen und Hühnerleitern!

Die Klamm ist an manchen Stellen sehr eng, ja – auch in Österreich gibt’s Slot Canyons! Nur bei uns fließt im Gegensatz zu den bekannten Canyons des Südwestens noch Wasser durch.

Uns kommen etliche Wanderer entgegen, hauptsächlich Pensionisten. Zeitweise warten wir an breiteren Stellen, da nicht immer ein passieren leicht möglich ist.

Salza

Salza

Einer der vielen Wasserfälle

Einer der vielen Wasserfälle

Der Herbst hat vielen Bäumen schon bunte Farben verpasst, um diese Jahreszeit ist die Gegend rund um den Nationalpark Gesäuse besonders schön.

Das letzte Drittel des Weges führt durch einen Windbruch, hier ist die Klamm sehr steil und kann nicht direkt begangen werden. In Serpentinen schlängelt sich der Wanderweg nach oben.

Oben angekommen kann man von einem kleinen Hütterl aus in das Wasserloch hinunter sehen. Wann wie viel Wasser austritt konnte bisher noch keiner vorhersagen, seit einigen Jahren versucht ein Wissenschafter- / Höhlentaucher-Team das Wasserloch zu erforschen. Sie sind jedoch noch nicht bis an den Grund vorgedrungen.

Blick ins Wasserloch

Blick ins Wasserloch

Der Ausblick nach unten ist auch wunderschön, man hat einen guten Blick auf die Wasserlochschenke und die daneben fließende türkisgrüne Salza.

Nach ein paar Minuten treten wir wieder den Rückweg an. Wir brauchen nur knapp eine Stunde bis wir wieder unten beim Auto angekommen sind.

Dort stärken wir uns noch bevor wir dann die letzte Fahrt-Etappe des heutigen Tages antreten: unser Ziel ist Obertraun am Hallstätter See. Morgen wollen wir uns dann die malerische Salzkammergut-Gemeinde Hallstatt und das Bergwerk anschauen.