So erkennst du Touristenfallen in den USA

Wer kennt es nicht? Man geht durch eine fremde Stadt, sieht eine aufwendig verkleidete Figur, die zufällig die Lieblings-Cartoon-Figur darstellt und möchte ein Foto machen. Freundlicherweise posieren auch gleich alle anderen Zeichentrick-Figuren – und dann werden 30 Dollar für den Knipser verlangt.

Diese Situationen gibt es weltweit, so auch in den USA. Um solch ärgerliche Erlebnisse zu verhindern, findest du hier alles, was du wissen musst, um Touristenfallen in den USA zu umgehen.

Worauf man achten sollte

Touristenfallen und Betrüger zu erkennen, ist oft nicht so schwer wie man vielleicht denkt. Am wichtigsten ist, sich auf das Bauchgefühl zu verlassen und nicht von Emotionen oder leeren Versprechungen leiten zu lassen. Besonders wenn man sich gedrängt fühlt, sollte man noch einmal ruhig überlegen ob es sich um ein „echtes“ Schnäppchen handelt oder doch eher um Abzocke. In fragwürdigen Situationen ist es manchmal besser einmal mehr höflich „Nein“ zu sagen.

Zusätzlich gibt es ein paar Faustregeln, an die man sich halten sollte.

Versteckte Kosten

Für alle Buchungen gilt: Vorher prüfen, welche Leistungen tatsächlich inkludiert sind.

Sowohl bei Flügen als auch bei Hotels sollte recherchiert werden, ob versteckte Kosten aufkommen, etwa für Aufgabegepäck oder die in den USA beliebte „Resort Fee“. Mittlerweile findet man diese Fee nicht nur in großen Hotelanlagen wie z.B. in Las Vegas, auch kleinere Hotels haben sich diesem Trend angeschlossen. Die Resort Fee wird meist pro Tag verrechnet und deckt die Kosten von beispielsweise WLAN- oder Pool-Nutzung unabhängig davon, ob diese in Anspruch genommen werden. Darüber informiert wird man im Vorhinein wenn nur durch das Kleingedruckte.

Auch Parkplätze oder die Nutzung von WLAN ist mitunter nur über zusätzliche Kosten möglich. In Restaurants kann es vorkommen, dass eine Service Charge inkludiert wird. Diese kann bereits das Trinkgeld enthalten, muss sie aber nicht.

Straßenhändler

Auch in den USA gibt es unzählige Straßenhändler, die einem unterschiedliche „handgefertigte“ Produkte verkaufen wollen. Auch hier heißt es: Achtung, Touristenfalle!

In New York bieten oft junge „angehende“ Hip-Hop-Künstler ihre CDs zum Verkauf an, die sich im Nachhinein mehr als Lärmbelästigung als Musik erweisen. Am Times Square warten Mickey Maus und seine Freunde auf Touristen, um mit ihnen Fotos zu machen und danach pro Comic-Figur 1 bis 5 Dollar zu verlangen. Straßenkünstler verlangen Geld für Vorführungen, die nicht mehr als schlechte Witze und ein paar kurze Tanzeinlagen beinhalten.

Manche Straßenhändler treiben es sogar so weit, dass sie versuchen, für bereits ausverkaufte Events und Shows billige Tickets zu verkaufen, die sich im Nachhinein als gefälscht und wertlos erweisen. Hier empfiehlt es sich lieber, auf große Ticket-Portale zurück zu greifen.

Hochpreisige Waren und Leistungen von Straßenhändlern halten selten, was sie versprechen. Besser ist es, in offiziellen Geschäften nach Souvenirs mit Qualität und erschwinglichem Preis zu suchen. 

Wahl der Restaurants

Gut bewährt hat es sich, auf Einheimische bei der Wahl des Lokals fürs Dinner zu vertrauen. Um Restaurants mit folgenden Warnzeichen, sollte man einen großen Bogen machen:

Sehr beliebt in den USA ist der „Restaurant-Lockvogel“, ein Angestellter, der auf der Straße steht und vorübergehende Touristen anspricht um sie ins Lokal zu bringen. Eine weitere „Red Flag“ sind Fotos von Gerichten in der Speisekarte, die bei Besuchern den Appetit wecken sollen. Das ist ein guter Hinweis, dass das Lokal hauptsächlich vom Geschäft mit Touristen lebt. Zusätzlich gibt es manchmal Speisekarten, die auf alle möglichen Sprachen übersetzt wurden. Hier versuchen Restaurants, möglichst viele Touristen unterschiedlichster Herkunft anzusprechen, was ebenfalls ein Hinweise für manchmal hochpreisige Gerichte mit mitunter mangelnder Qualität sind. Ausnahmen bestätigen zwar auch hier die Regel, eine gewisse Vorsicht ist bei diesen Situationen mit Sicherheit geboten.

Street Food

Jeder kennt es aus Hollywood-Filmen: In der Mittagspause geht der Hauptcharakter zu einem Hotdog-Stand und beißt herzhaft hinein, um eine kulinarische Geschmacksexplosion zu erleben.

Die Wahrheit könnte nicht weiter entfernt davon sein. Bei den Hotdog-Ständen warten oft lange Touristen-Schlangen.

Schlechte Zutaten in Kombination mit horrenden Preisen sorgen dann für einen schlecht gewürzten Snack ohne viel Geschmack. Da kann dann auch eine Lebensmittelvergiftung nicht mehr weit entfernt sein.

Transportmittel

In den USA wollen viele Reisende mit einem der berühmten New Yorker Yellow Cabs fahren. Obwohl es bei Stoßzeiten wirklich nicht zu empfehlen ist, mit dem Auto durch Manhattan zu fahren, sollte man, wenn man sich doch dafür entscheidet, darauf achten, dass es sich um ein offizielles lizensiertes Taxi handelt. Um Betrügereien zu vermeiden, sollte man außerdem vor dem Einsteigen einen Fixpreis festlegen. (Hier empfiehlt es sich, zuerst im Internet den durchschnittlichen Preis zu recherchieren.) Uber und Lyft sind durchaus gute Alternativen, denn hier wird der Preis bereits vor der Fahrt fix mit dem Fahrer vereinbart.

Alternativ gibt es noch andere Touristenfallen, wie Pedi-Cabs oder Pferdekutschen, die oft pro Minute verrechnet werden und gleich 40 bis 50 Dollar einstecken, ohne weit gefahren zu sein. Abgesehen davon, dass die Tiere mitunter schlecht behandelt werden, kommt man mit keinem der beiden wirklich schnell voran.

In den großen Städten der USA eignet sich neben dem eigenen Auto am besten das öffentliche Verkehrsnetz. Auch hier kann man sich wieder an Einheimischen orientieren, die fast ausschließlich mit Bus oder U-Bahn unterwegs sind.

Touristenattraktionen

Wenn bestimmte Restaurants oder Attraktionen von vielen unterschiedlichen Reiseführern und Websites wie z.B. Tripadvisor empfohlen werden, kann es sich um eine hochpreisige Touristenfallen handeln, die ihr Geld nur selten wert sind. Plattformen wie Tripadvisor und Google Maps haben ein Bewertungsystem – das bei nur wenigen Bewertungen einer Sehenswürdigkeit ein sehr einseitiges Bild zeigen können. Hier sollte man darauf achten, wie viele Personen eine gute oder auch schlechte Bewertung hinterlassen haben um einen Hinweis darauf zu erhalten, ob es sich um eine Touristenfalle handelt oder nicht.

Es ist immer gut, dem Rat von Einheimischen zu folgen und Restaurants voller Touristen zu meiden. So lassen sich unter anderem die ein oder andere versteckte, oft auch kostenlose Sehenswürdigkeit in den USA entdecken.

Falsche Tour Guides

Eine besonders dreiste Touristenfalle, die man leider auch oft in den USA findet, sind falsche Tour Guides und überteuerte Ausflüge. Beim Eingang von Sehenswürdigkeiten oder Attraktionen wird man freundlich angesprochen, ob man eine geführte Tour machen möchte, um etwas mehr über die Geschichte zu erfahren. Nur dass diese Menschen mitunter gar keine Tour Guides sind und man danach meist enttäuscht ist und auch noch mit einer dicken Rechnung überrascht wird.

Dasselbe gilt für Ausflüge, die man vor Ort bucht. Oft gibt es billigere, manchmal sogar kostenfreie offizielle Alternativen, wie beispielsweise bei der Fährfahrt um die Freiheitsstatue der Staten Island Ferry. Auch hier versuchen immer wieder Betrüger, Tickets für die kostenfreie Fähre an unwissende Reisende zu verkaufen.

Hier lohnt es sich ebenfalls im Vorhinein zu recherchieren und Touren bei bekannten und seriösen Anbietern, wie beispielsweise Get Your Guide zu buchen.

Weniger Touristische Gebiete

Crooked River

Touristenfallen sind in den USA wie auch überall anders auch besonders in touristischen Gebieten zu finden. So kann man nicht nur bei der Auswahl von Restaurants sondern auch von Hotels auf Einheimische setzen. In Gebieten wo sich weniger Attraktionen und Hotels befinden, sind nicht nur weniger Touristenfallen zu finden, sondern meist auch die Preise günstiger.

In den USA sind Stadtzentren selbstverständlich touristische Hotspots, weswegen es sich oft lohnt etwas ländlichere Gegenden mit weiteren Wegstrecken aber dafür weniger Touristenfallen und niedrigeren Preisen zu wählen.

Fazit

In den USA lauern, wie überall auf der Welt, unzählige Betrüger und Touristenfallen auf Reisende. Diese lassen sich durch Recherche im Vorhinein und vorsichtiges Handeln umgehen. Der beste Tipp ist, sich an Einheimischen zu orientieren und übermäßig touristische Gebiete und Attraktionen zu vermeiden. So lässt sich der USA-Urlaub ohne Sorgen und schlechte Erlebnisse genießen!

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