Abenteuer Highway 1: Von Küstenzauber und verborgenen Juwelen

Der Highway 1, auch bekannt als Pacific Coast Highway, ist die wohl berühmteste Küstenstraße in den USA. Er beginnt etwas südlich von Los Angeles bei Dana Point und und endet nördlich von San Francisco in Leggett.

Der Highway 1, auch bekannt als Pacific Coast Highway, ist die wohl berühmteste Küstenstraße in den USA. Er beginnt etwas südlich von Los Angeles bei Dana Point und und endet nördlich von San Francisco in Leggett. Wer die gesamte Strecke fahren möchte, hat über 1000 Kilometer teilweise sehr kurvige Straße vor sich.

Die Strecke ist besonders bei Touristen beliebt. Die auch als California Route 1 bekannte Strecke ist verdienterweise auch im Register der National Scenic Byways geführt: wunderschöne Aussichtspunkte mit Blick auf den Pazifik, wo die Wellen an felsigen Klippen brechen sowie zahlreiche historische Wahrzeichen bieten unzählige Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung.

Wer schnell von Los Angeles nach San Francisco fahren will, nimmt lieber die I-5 – und auch hierfür benötigt man mindestens 6 Stunden Fahrzeit. Die landschaftlich schönere Strecke ist der Highway 1 im Gegensatz zur Interstate auf jeden Fall. Auch wir haben den Teil des Highway 1 zwischen Santa Barbara und Monterey bereits befahren.

Shiluetten-Foto von uns
Am Highway 1 in Kalifornien – April 2010

Um den gesamten Highway 1 zu befahren benötigt man mehrere Tage, vor allem wenn man an Aussichtspunkten stehen bleiben möchte oder eine der Attraktionen entlang der Strecke besuchen möchte. Die durchschnittlich erlaubte Geschwindigkeit beträgt außerhalb von Ortschaften meist zwischen 55 und 65 mph, in Ortschaften liegt sie deutlich darunter mit 25 bis 40mph. Auch teilweise enge Kurvenabschnitte sind nur langsam zu durchfahren.

Außerhalb der Ortschaften gibt es entlang des Highway 1 so gut wie keine Restaurants oder Lokale. Wer sich für die Natur entlang der Strecke Zeit nehmen möchte, kann in einem der State Parks ein Picknick machen.

Wie der Highway 1 entstand

Anfang des 20 Jahrhunderts, als das Automobil die Welt eroberte, wurden zahlreiche Straßen ausgebaut und asphaltiert. Der heutige Highway 1 war damals in mehreren Teilabschnitten unter verschiedenen Namen bekannt. Die Route-Nummern wurden zwar von den Straßen-Planungsbüros verwendet, jedoch nie offiziell ausgeschildert oder umgangssprachlich verwendet.

Die Bauarbeiten für die Strecke dauerten insgesamt 18 Jahre, teilweise wurden auch Häftlinge als Bauarbeiter eingesetzt. Sie erhielten ein wenig Geld und die Dauer ihrer Haftstrafe wurde meist verkürzt. In Summe wurden mehr als 33 Brücken errichtet, die größte davon die Bixby Creek Bridge die auch heute noch als beliebtes Fotomotiv für Besucher dient. Erst 1934 wurden die ersten Schilder für den Highway 1 aufgestellt, auch wenn die Strecke damals noch nicht durchgehend befahrbar war.

Erst 1951 wurden die letzten Lücken des State-Highway geschlossen und die heutige Länge von 1055km erreicht.

Immer wieder mussten Teile des Highway für Instandhaltungsarbeiten gesperrt werden. Im Verlauf der Zeit gab es zahlreiche Erdrutsche und Beschädigungen der Straße durch Überschwemmungen oder Erdbeben.

Sperre bei Lucia / Paul’s Slide seit 2023

Im Winter 2023 haben starke Regenfälle zu Erdrutschen etwas südlich der Ortschaft Lucia 40 Meilen der Straße beschädigt, so dass dieser Teilabschnitt für den Verkehr geschlossen werden musste. Die Reparaturarbeiten dauern immer noch an, sobald ein größerer Abschnitt fertiggestellt ist, wird er für den Verkehr wieder freigegeben. Eine vollständige Wiedereröffnung des Highway 1 ist für das späte Frühjahr 2024 angekündigt. Bis zur Wiedereröffnung muss man über die im Landesinneren liegende Route 101 weiträumig ausweichen.

Alternativ kann man jeweils vom Süden bzw. Norden kommend bis zur Straßensperre fahren und muss dann den gleiche Weg wieder zurück nehmen.

Die besten Fotospots am Highway 1

Entlang des Highway gibt es immer wieder – teilweise auch unmarkierte – Ausbuchtungen in denen man für ein schnelles Foto stehen bleiben kann. Da diese meist auf der Küsten-Seite sind, hat man es leichter, wenn man die Strecke von Norden nach Süden fährt, da sich diese Parkplätze dann auf der „richtigen“ Straßenseite befinden. Aber auch in der Gegenrichtung gibt es Parkmöglichkeiten, wenn auch nicht ganz so viele.

Bitte beim überqueren der Straße unbedingt auf den Verkehr achten – auch wenn man stehen bleibt befindet man sich immer noch auf einem Highway!

Ausblick von einem Vista Point entlang des Highway 1
Ausblick von einem Vista Point entlang des Highway 1

Julia Pfeiffer-Burns State Park

Der State Park ist vor allem für den McWay Cove bekannt: ein kleiner Sandstrand inmitten schroffer Felswände auf dem ein kleiner Wasserfall, der McWay Fall, direkt ins Meer fällt. Direkt hinunter zum Sandstrand kommt man leider nicht, aber die Aussicht auf die Bucht alleine belohnt unserer Meinung nach genug!

McWay Falls entlang des Highway 1
McWay Falls entlang des Highway 1

Pfeiffer Big Sur State Park

Etwas verwirrend mag es für manchen sein, denn es gibt gleich zwei State Parks entlang der Route mit einem zum verwechseln ähnlichen Namen. Der Pfeiffer Big Sur State Park liegt etwas nördlicher als der Julia Pfeiffer-Burns State Park.

Hier befindet sich der Pfeiffer Beach mit dem berühmten Keyhole Arch, ein Felsen in der Brandungszone, in dem ein großes Loch ist. Dieser Strand ist einer der beliebtesten Strände an der Küste von Big Sur und ist einer der wenigen Zugänge direkt zum Meer.

Der Pfeiffer Big Sir State Park ist im Sommer hin und wieder auch von Waldbränden betroffen, in den Wintermonaten kann es aufgrund der stärkeren Regenfälle ebenfalls zu Sperren einzelner Wanderwege oder des gesamten Parks kommen. Es zahlt sich daher aus, vor einem Besuch auf der offiziellen Seite des State Parks nachzulesen.

Bixby Creek Bridge

Die berühmte Brücke liegt etwa 20km südlich von Carmel-by-the-Sea und ist auf jeden Fall einen Fotostop wert. Sie ist die längste Brücke auf dem Streckenabschnitt zwischen Santa Barbara und Monterey.

Carmel-by-the-Sea

Die Ortschaft Carmel-by-the-Sea ist eine nette kleine Küstenortschaft mit einladendem Zentrum und einem schönen Sandstrand.

17 Mile Drive

Der 17 Mile Drive befindet sich auf der Halbinsel zwischen Carmel-by-the-Sea und Monterey. Er dient auch als Hauptstraße durch die Gated Community von Pebble Beach. Pro Fahrzeug wird eine Eintrittsgebühr von 12 USD verlangt, die man jedoch zurückerstattet bekommt wenn man in einem der Pebble Beach Resort Restaurants mehr als 35USD konsumiert.

Entlang des 17 Mile Drive gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, der wohl berühmteste Fotospot ist die „Lone Cypress“ – ein Zypressenbau, der einsam und malerisch auf einem Felsen steht.

Monterey

Monterey war im 17. und 18. Jahrhundert ein wichtiger Hafen für den Wal- und Fischfang. Besonders Sardinen wurden häufig gefangen und in der Cannery Row zu Konserven verarbeitet. Seit dem Ende der 1950er Jahre gibt es hier jedoch nur noch wenige Fischereibetriebe.

Monterey Cannery Row
Monterey Cannery Row

Monterey Bay Aquarium

Sehenswert ist das Monterey Bay Aquarium, eines der größten Schauaquarien der Welt. Ein Teil der „Becken“ ist der Pazifische Ozean: ein Teil der Bucht wurde abgesperrt und dadurch das Outer-Bay-Becken errichtet. In diesem Becken wurden bereits mehrere Weiße Haie für einige Zeit in Gefangenschaft gehalten und wissenschaftlich studiert bevor sie dann – mit Peilsendern ausgestattet – wieder in die freie Wildbahn entlassen wurden.

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