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Big Island ist nicht nur die größte Insel Hawaii’s, sie ist auch die jüngste Insel. Hier ist auch der derzeit aktivste Vulkan Kilauea zu finden auf der man eine Lava Wanderung machen kann. Weiterlesen

Es geht demnächst wieder los – nach langer Zeit haben wir wieder einen größeren Urlaub geplant. Diesmal ist das Reiseziel die einzigartigen Inseln von Hawai’i. In insgesamt 3 Wochen werden wir vier der Inseln erkunden. Flüge zwischen den Inseln und auch die Hotels haben wir diesmal vorab gebucht, die einzelnen Tage wollen wir bewusst spontan gestalten. Für jede der Inseln haben wir uns eine Liste an Aktivitäten / Plätzen zusammengesucht die wir besuchen bzw. machen wollen. Weiterlesen

Heute verlassen wir die columbia River Gorge und besuchen einen Vulkan: den Mount Hood. Es wird ein recht fahrintensiver Tag, die direkteste Strecke zu unserem heutigen Abend-Ziel Bend (Oregon) wählen wir nicht.

Mount Hood
Am Gipfel des Mount Hood kann man im Sommer noch Schi fahren

Relativ spät brechen wir erst von Hood River auf, ein paar Urlaubsmitbringsel müssen noch besorgt werden und auch die Picknick-Vorräte stocken wir ein wenig auf. Über die Oregon State Route 35 geht es in weniger dicht bewohnte Gebiete und das auch stetig bergauf. Unser erstes Ziel, die Timberline Lodge liegt immerhin auf knapp über 1800m.

Timberline Lodge aka The Overlook Hotel
Timberline Lodge
Die Empfangshalle
Der Eingangsbereich ist dunkel und nicht sehr groß.
Timberline Lodge
Die berühmten Fester aus dem Film…

Gebaut wurde sie schon 1930 – eines der ersten Skiresorts – aber so richtig bekannt wurde sie erst durch den Film „The Shining“. Die Fassade der Lodge wurde für den Film für Außenaufnahmen des Overlook Hotels verwendet. Die Lodge liegt direkt an der Waldgrenze, es ist auch recht frisch hier.  Nach einem kurzen Erkundungsspaziergang treibt uns der Hunger weiter.

Über Fotos von Matt Kloskowski bin ich auf den Trillium Lake gestoßen der ganz in der Nähe der Lodge ist. Hier gibt es viele Picknicktische und für mich die Hoffnung, dass ich doch noch zu einem „See-mit-Vulkan-dahinter“-Foto für mein Portfolio komme. Doch leider habe ich wieder Pech: die Bewölkung ist hier herunten viel zu dicht und wir sehen vom Vulkan gar nichts.

Wir genießen unser Picknick und machen anschließend noch einen Verdauungs-Spaziergang. Dabei fällt uns ein größerer Vogel auf, der kreisend über dem Wasser schwebt. Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig mein großes Tele auf die Kamera zu montieren und schon fällt der Vogel förmlich vom Himmel.

Geschickt greift er ins Wasser und hat einen Fisch gefangen. Wir haben einen Adler in freier Wildbahn beim jagen beobachten können! Ein echtes Highlight, das mich für das Fotopech der letzten Tage etwas aussöhnt. Leider war weder beim Beobachten noch auf den Fotos genau erkennbar um welche Adlerart es sich gehandelt hat.

Adler beim Fischen
Ein Adler beim Fischfang

Nun heißt es für uns aber wieder: ab ins Auto! Denn zur goldenen Stunde will ich im Smith Rock State Park sein um das beste Licht dort noch auszunutzen. Also wieder hinunter vom Vulkan und ab in die Wüste.Auf dieser Strecke werden uns die großen Unterschiede der Landschaft sehr bewusst. In nur einem Tag von dichten Wäldern in karges Hochgebirge und durch dichte Wälder hinunter in die Steppe wo fast gar nichts mehr wächst.

Oregon
straight ahead… für Meilen!

Die Straße wird auch wieder gerader: meilenweit keine Kurve zu sehen! Der Verkehr legt auch etwas zu und ich hoffe nicht durch den Stau zu spät dran zu sein und das beste Licht zu verpassen. Aber es geht sich gut aus und wir freuen uns die Beine bei einem Spaziergang etwas ausstrecken zu können.

Smith Rock State Park
Smith Rock State Park

Im Smith Rock State Park glauben wir dann, Winnetou reitet gleich gefolgt von Old Shatterhand um die Ecke. Die rot-gelben Felsen leuchten in der Abendsonne und der Crooked River schlängelt sich an deren Fuß durch einen dünnen Grünstreifen. Wir genießen den Anblick und die letzten Sonnenstrahlen.

Smith Rock State Park
Crooked River
besonders in der frühen Abendsonne ist es hier schön!

 Im Park kann man an und für sich schöne Kurz-Wanderungen machen, aber dafür ist es heute schon zu spät. Wir spazieren hinunter zum Fluss und genießen die Ruhe und die Natur.

Die letzte Tagesstrecke bis Bend legen wir dann im Finsteren zurück. Im Motel checken wir nur noch schnell ein und gehen in ein nahe gelegenes Restaurant essen. Da das dann auch schon schließt (es ist knapp nach zehn), fragen wir noch nach einer Bar in der wir den Abend gemütlich ausklingen lassen. Der Kellner empfiehlt uns die Hideaway Bar.

Wir staunen nicht schlecht, als wir dort auf der Getränkekarte einen Stiegl Grapefruit-Radler entdecken! Und die Kellnerin ist noch verblüffter, als wir ihr erklären das wir aus dem Land kommen in dem dieses Bier gebraut wird. Lustig geht der Abend noch zu Ende und wir fallen kurz nach Mitternacht hundemüde ins Bett.

1980 machte dieser Berg Schlagzeilen als der halbe Berg während einer vulkanischen Explosion in sich zusammenbrach und weite Teile der Umgebung zerstörte. Heute noch kann man die zerstörerische Kraft sehen, denn der Berg und das umliegende Gelände wurden nur zwei Jahre nach dem Ausbruch zum Schutzgebiet erklärt. Weiterlesen

Recht lange halten wir es in dem doch schon deutlich abgewohnten Motel nicht aus, wir treffen uns schon um acht Uhr. Das angebotene Frühstück im Motel lassen wir auch aus, der Geruch ist alles andere als einladend. Also fahren wir noch ein Stück in Richtung Longview hinein und holen uns bei McDonalds ein Frühstück. Das gratis WiFi von der Fast Food Kette wird auch gleich genützt und wir buchen uns zwei Zimmer im Shilo Inn, Seaside OR.

Gestärkt brechen wir dann endlich zu unserem heutigen Programmpunkt auf: der Mount St. Helens steht am Programm. Berühmt wurde dieser Vulkan 1980, als er gut 400 Höhenmeter seines Gipfels bei einem der schwersten Ausbrüche seit Bestehens der USA eingebüßt hat.

Um zum Johnston Ridge Observatory zu fahren – das ist das Visitor Center mit dem besten Blick auf den Krater und die Devastated Area – müssen wir wieder ein Stück in Richtung Norden fahren. Die Abzweigung ist in Castle Rock, nur dort waren alle Hotels ausgebucht. Die 15 Minuten zusätzliche Fahrtstrecke machen uns nicht viel aus. Gleich bei der Abzweigung wird unser Van auch gleich mal vollgetankt – schließlich sind es doch gut 50 Meilen bis nach oben und bis zu unserem gebuchten Hotel werden wir heute noch weitere 200 Meilen am Tacho abspulen. Also ein eher fahrintensiver Tag.

Den Spirit Lake Highway (Rt. 504 W) geht es dann bergauf. Die Stimmung im Van ist erwartungsvoll und gut gelaunt, wir sind endlich alle im Urlaub angekommen und auch die Strapazen der Zeitverschiebung haben wir hinter uns gelassen.

Fotoserie des Ausbruchs
Fotoserie des Ausbruchs

Unser erster Stop ist gleich das erste Visitor Center beim Silver Lake. Wir schauen uns dort den angebotenen Film über den Vulkan und den Bau der Straße an. Auch die Ausstellung ist sehr interessant und die 5$ Eintritt pro Person definitiv wert. Unser America the Beautiful Pass gilt in diesem Visitor Center nicht, nur oben im Observatory wird er akzeptiert.

Hier unten kann man sich auch gut vorstellen wie die gesamte Region ausgesehen hat, bevor es zu dem folgenschweren Ausbruch kam. Wer näheres zu dem Ausbruch wissen möchte, sollte sich den Wikipedia-Artikel dazu durchlesen.

Wir bleiben auch noch bei einem zweiten Visitor Center und bei der Hoffstatt Creek Bridge stehen. Beim Visitor Center ist nicht wirklich etwas los, nur der Blick von der Terrasse lässt ein wenig erahnen was hier vor gut 33 Jahren abgegangen ist.

Sowohl beim Visitor Center als auch am Parkplatz vor der Hoffstatt Creek Bridge halten wir uns nur kurz auf um ein paar Fotos zu machen und den Ausblick auf das Toutle Valley zu genießen.

Während des Ausbruchs kam es nicht nur zu Explosionen und Eruptionen, die Wassermassen des Gletschers der sich am Gipfel des Mount St. Helens befand hat zu schweren Überschwemmungen und Murenabgängen geführt und fast das gesamte Valley unter sich begraben.

Blick vom zweiten Visitor Center in Richtung Vulkan
Blick vom zweiten Visitor Center in Richtung Vulkan

Den nächsten längeren Stop legen wir erst beim Coldwater Lake ein, dort gehen wir auch ein wenig spazieren. Die Landschaft hier ist schon wieder relativ grün, auffällig ist nur das hier keine großen Bäume stehen. Die meisten Bäume haben gerade einmal armdicke Stämme und sehen noch sehr jung aus.

Coldwater Lake
Coldwater Lake
Coldwater Lake
Coldwater Lake

Kein Wunder, denn die Druckwelle des Ausbruchs hat hier nichts mehr stehen lassen. Mitten im See liegt auch ein riesiger Felsen, der beim Ausbruch hierher geschleudert wurde. Auf den benachbarten Berghängen liegen auch die umgedrückten Baumstämme noch genau gleich wie Sekunden nach der ersten Explosion. Kaum zu glauben, das mittlerweile schon 33 Jahre vergangen sind.

Coldwater Lake
Coldwater Lake

Um die Mittagszeit sind wir dann am Parkplatz des Johnston Ridge Observatory angelangt. Es ist recht viel los hier, immerhin ist Ende Juli hier Hauptsaison. Ein Parkranger hält einen Vortrag, wir hören ihm gerne etwas zu und erfahren einige interessante Dinge über die Gegend hier.

Wir genießen den Ausblick, das Wetter könnte nicht besser sein! Es ist nur ein wenig windig, aber in der Höhe geht eben gerne mal ein Lüftchen. Wir können sogar ein kleines Rauchwölkchen beobachten, das immer wieder aus dem Vulkankegel aufsteigt. Der Mt. St. Helens ist ja noch aktiv, wenngleich er momentan auch eher eine ruhende Phase hat.

Die Reste des einst dichten Waldes...
Die Reste des einst dichten Waldes…
In der Blast-Zone...
In der Blast-Zone…
... blieb nichts stehen.
… blieb nichts stehen.

Im Visitor Center sind auch jede Menge an Überwachungsgeräten und Sensoren der USGS untergebracht, der Mt. St. Helens ist wohl einer der am besten überwachten Vulkane der Welt. Also fühlen wir uns relativ sicher.

alpine Blumen gibt es wieder hier
alpine Blumen gibt es wieder hier

Von hier oben wirkt die Aussicht fast wie eine Mondlanschaft. Beeindruckend ist jedoch, dass  man in der Devastated Area teilweise einen leichten grünen Schimmer erkennen kann: die Natur erobert sich das so plötzlich geraubte Gebiet langsam aber sicher wieder zurück.

In der unmittelbaren Umgebung des Visitor Centers gibt es unzählige alpine Blumen zu sehen und auch Sträucher wachsen wieder. Bis allerdings der riesige Wald der vor dem Ausbruch hier stand wieder aufgewachsen ist, wird es sicherlich noch Jahrhunderte dauern.

Sedimentreste
Sedimentreste

Auf einem nahe gelegenen Bergrücken sieht man sogar immer noch die in Reih-und-Glied liegenden umgeblasenen Baumstämme liegen. Die Druckwelle der ersten Explosion des Ausbruchs hat hier nichts überlebt. Unzählige Baumstämme wurden auch in den Spirit Lake geblasen und schwimmen auch heute noch am Wasser.

Mount St. Helens
Mount St. Helens

Wir sehen uns auch im Johnston Ridge Visitor Center um und gönnen uns den angebotenen Film. Der ist wirklich gut gemacht und sehenswert! Danach zieht es uns wieder weiter, wir wollen heute noch bis Seaside, Oregon fahren. Am Weg nach Castle Rock bleiben wir nicht mehr stehen, je weiter wir uns vom Mt. St. Helens entfernen desto grauer wird das Wetter.

In Longview bleiben wir noch einmal auf einen Starbucks-Kaffee stehen. Weiter an der Küste ist es dann recht kalt, windig und grau in grau. Da es schon wieder fast Abendessenszeit ist, beschließen wir gleich durch Astoria durch zu fahren und erst im Hotel einen Stop zu machen.

Dort sorgen wir an der Rezeption mit unserer Frage ob es denn noch Zimmer mit Meerblick gäbe für Verwirrung. Vier Leute, zwei Zimmer auf den gleichen Namen – man bietet uns eine Möglichkeit mit Meerblick an. Der Preis ist aber nicht viel teurer als ein Zimmer unserer Buchung, das macht uns stutzig. Ach so, meint dann die Dame an der Rezeption, wir sind kein Elternpaar mit zwei Kindern? (Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich als jüngste der Runde die 30 auch schon vor einiger Zeit hinter mir gelassen habe.)

Nein, meinen wir. Wir sind zwar eine Familie (deshalb auch die gleichen Namen), aber jeweils mit dem (Ehe-) Partner unterwegs und wollen bitte-danke auch zwei Zimmer haben. Na gut, wir bekommen zwei Zimmer direkt gegenüber voneinander.

Vor dem Abendessen machen wir dann noch einen kleinen Strandspaziergang in Seaside, doch der kalte Wind zieht uns dann doch in ein Steakhouse nahe dem Hotel. Dort lassen wir den Abend dann gemütlich ausklingen und die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.

Ein paar Ausschnitte von unserem Besuch könnt ihr euch in diesem Video anschauen:

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Wir freuen uns schon auf morgen wenn wir die Oregon Coast etwas erkunden werden!