Reiseapotheke

Je nachdem in welches Land man reist, muss auch die Reiseapotheke neu zusammengestellt werden. Bei einer Reise in ein europäisches Land oder Nordamerika sollte zumindest die Basis-Reiseapotheke mit dabei sein.

Generell sollten in die Reiseapotheke nur Medikamente kommen, die man bisher gut vertragen hat. Also keine Experimente – das kann am Urlaubsort dann weniger angenehme Folgen haben, wenn z.B. unangenehme Nebenwirkungen auftreten oder das Medikament nicht wie gewünscht wirkt. Alle Medikamente, die man regelmäßig einnehmen muss müssen auf alle Fälle in die Reiseapotheke.
Wer während der Anreise (z.B. bei mehrstündigen Flügen) ein Medikament einnehmen muss, sollte sich erkundigen ob dafür ein medizinisches Attest erforderlich ist. Nicht alle Verabreichungsformen (z.B. Injektoren, Injektionsnadeln, etc.) dürfen so ohne weiteres mit an Bord eines Flugzeugs genommen werden.
Üblicherweise findet man auf der Website der Airline, die den Flug durchführt entsprechende Informationen.

Rechtzeitig vor der Abreise sollte auch das Verfallsdatum aller eingepackten Präparate überprüft werden – nur was bis zum Ende der Reise noch nicht abgelaufen ist, darf noch in der Reiseapotheke mitgenommen werden. Alles andere muss entsprechend entsorgt werden.

Auch die Hausapotheke sollte regelmäßig auf eventuell abgelaufene Medikamente überprüft werden!

Was gehört in die Reiseapotheke?

  • Verbandszeug
    Wer unterwegs ist, kann sich schon mal aufschürfen oder beim Wandern eine Blase laufen. Wer da mit Pflaster, Mullbinde und Desinfektionsmittel ausgestattet ist, hat mit solchen Situationen wohl weniger Probleme. Blasenpflaster, die einen Schutz bei schon entstandenen Blasen bieten sind bei uns immer mit dabei! Eine Pinzette ist auch ein hilfreiches Werkzeug, ein Span ist schnell unter die Haut eingezogen.
  • Fieberthermometer
    Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, der sollte auch ein Fieberthermometer einpacken.
  • Schmerzmittel
    Kopf- und Zahnweh können den Urlaub gründlich zerstören, wer eine ausreichende Menge an Schmerzmittel mit hat, kann sich so im Bedarfsfall helfen.
  • Nasentropfen
  • Halsweh – Lutschtabletten
  • Medikamente gegen Übelkeit, Erbrechen & Durchfall
    Wer in fremden Ländern unterwegs ist, der probiert schon mal gern die lokale Küche. Nicht immer entsprechen die hygienischen Voraussetzungen dem, was wir von daheim gewohnt sind. Montezumas Rache oder der Fluch des Pharao – in manchen Ländern sind Durchfallerkrankungen schon fast Standard einer Reise. Wird man von einer derartigen Erkrankung trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verschont, hilft oft nur noch Schadensbegrenzung. Achtung auf Elektrolythaushalt! Wer Durchfall hat oder häufig erbrechen musste, muss die fehlenden Elektrolyte auffüllen und darf auch das Risiko der Dehydrierung nicht unterschätzen. Hier gibt es eigene, unterstützende Präparate – der Allgemeinmediziner des Vertrauens kann da sicherlich gut beraten!
  • Kühlgels gegen Muskelzerrungen, Verstauchungen, Blutergüsse
    Auch diese Verletzungen entstehen schneller als man denkt – in den Apotheken gibt es hier genügend rezeptfreie Präparate, die einem in so einer Situation helfen.
  • Kühlgel gegen Insektenstiche, evtl. Repellentien
    Je nach Reiseland wird man stärkere oder schwächere Präparate benötigen, wer in kalte Gegenden reist braucht sie eventuell gar nicht mitnehmen.

Generell eine gute Idee: die Reiseapotheke mit dem Allgemeinmediziner des Vertrauens absprechen, in medizinischen Fragen (und da gehört die Reiseapotheke eindeutig dazu!) ist er oder sie als Fachmann kompetenter Ratgeber. Wer sich also unsicher ist, sollte sich nicht scheuen und einen Beratungstermin vereinbaren.

Auf keinen Fall darf die Reiseapotheke beim Flug ins Reiseland ins Handgepäck! Handgepäcksbestimmungen variieren von Fluglinie zu Fluglinie, daher sollte man sich vor dem Abflug nach den gültigen Bestimmungen bei der Fluglinie oder dem Reisebüro, bei dem man gebucht hat erkundigen.

Das schönste an der Reiseapotheke: wenn man sie nicht braucht! Aber in dem Fall kann man sich beruhigt zurück lehnen, denn man hat rechtzeitig vorgesorgt und sich für den Fall der Fälle vorbereitet!