Palfauer Wasserloch

Ursprünglich wollten wir mit Freunden einen Kurztrip nach New York machen, der wurde aber durch mehrere Gründe vorerst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Da wir für unseren heurigen Urlaub aufgrund diverser Termine nur knapp 10 Tage Zeit haben, haben wir uns für einen spontanen Österreich Urlaub entschieden.

Die Route des ersten Tages führte uns zuerst nach Mariazell. Dort bleiben wir aber nicht lange, denn es regnet und auch sonst gibt es (außer der Kirche) nicht viel zu sehen. Wir steigen nach einer kurzen Mittagspause dann wieder ins Auto und fahren nach Palfau.

Wir parken das Auto am Parkplatz der Wasserlochschenke und ich schultere den Fotorucksack. Beim Eingang werden wir 5€ pro Person an Eintritt los, dafür bekommen wir auch eine Informationsbroschüre samt Wegbeschreibung zum Wasserloch am oberen Ende der Klamm.

Beim nächsten Mal würde ich definitiv die Wanderschuhe anziehen!

Die Gehzeit bis zum Wasserloch ist mit 1 1/2 Stunden angeschrieben. Ich frage noch ob wir Wanderschuhe benötigen oder ob meine Turnschuhe ausreichen. Die nette Mitarbeiterin der Klamm meint, mit meinen Schuhen wäre die Klamm kein Problem. Wir machen uns also auf den Weg.

Die Hängebrücke

Die Hängebrücke

Gleich zu Beginn der Strecke wartet eine besondere Herausforderung für mich: eine Hängebrücke über die Salza. Es kostet mich schon einige Überwindung, aber schlussendlich bin ich dann doch am anderen Ufer angekommen.

Der Wanderweg führt zuerst entlang der Salza und anschließend durch ein kurzes Stück Buchenwald. Dann beginnt der eigentliche Steig: fast nur Stufen und Hühnerleitern!

Die Klamm ist an manchen Stellen sehr eng, ja – auch in Österreich gibt’s Slot Canyons! Nur bei uns fließt im Gegensatz zu den bekannten Canyons des Südwestens noch Wasser durch.

Uns kommen etliche Wanderer entgegen, hauptsächlich Pensionisten. Zeitweise warten wir an breiteren Stellen, da nicht immer ein passieren leicht möglich ist.

Salza

Salza

Einer der vielen Wasserfälle

Einer der vielen Wasserfälle

Der Herbst hat vielen Bäumen schon bunte Farben verpasst, um diese Jahreszeit ist die Gegend rund um den Nationalpark Gesäuse besonders schön.

Das letzte Drittel des Weges führt durch einen Windbruch, hier ist die Klamm sehr steil und kann nicht direkt begangen werden. In Serpentinen schlängelt sich der Wanderweg nach oben.

Oben angekommen kann man von einem kleinen Hütterl aus in das Wasserloch hinunter sehen. Wann wie viel Wasser austritt konnte bisher noch keiner vorhersagen, seit einigen Jahren versucht ein Wissenschafter- / Höhlentaucher-Team das Wasserloch zu erforschen. Sie sind jedoch noch nicht bis an den Grund vorgedrungen.

Blick ins Wasserloch

Blick ins Wasserloch

Der Ausblick nach unten ist auch wunderschön, man hat einen guten Blick auf die Wasserlochschenke und die daneben fließende türkisgrüne Salza.

Nach ein paar Minuten treten wir wieder den Rückweg an. Wir brauchen nur knapp eine Stunde bis wir wieder unten beim Auto angekommen sind.

Dort stärken wir uns noch bevor wir dann die letzte Fahrt-Etappe des heutigen Tages antreten: unser Ziel ist Obertraun am Hallstätter See. Morgen wollen wir uns dann die malerische Salzkammergut-Gemeinde Hallstatt und das Bergwerk anschauen.