Oregon Coast

Heute ist ein eher gemütlicher Tag angesagt. Martin und ich stehen trotzdem früher auf und sind schon um sieben Uhr früh unter den Joggern am Strand und laufen gute 5km . Das tut gut nach dem doch recht fahrlastigen gestrigen Tag und bringt den Kreislauf so richtig in Schwung. Außer Joggern sind noch etliche Leute mit Metalldetektoren am Strand unterwegs und suchen nach Schätzen. Das Wetter ist immer noch trüb und grau in grau und auch die Jacken werden wir heute brauchen.

Ein ausgiebiges Frühstück gibt’s gemeinsam mit Margit und Erich dann im Hotel bevor wir unsere Koffer wieder ins Auto laden und erst ein Stück in Richtung Norden fahren. Den ersten Stop den ich für heute auserkoren habe ist das Wrack der Peter Iredale am Strand bei Astoria. Wir parken das Auto an einem der Parkplätze und spazieren zum Strand, wo wir natürlich nicht die einzigen sind.

Peter Iredale - die Reste

Peter Iredale – die Reste

Was das wohl für ein Teil war?

Was das wohl für ein Teil war?

Das Wrack besteht nur noch aus der vordersten Bugsektion und ist schon sehr stark verrostet. Nur die allerdicksten Metallteile sind noch übrig geblieben und auch die werden der rauhen Witterung irgendwann nicht mehr genügend standhalten können.

Uns zieht es weiter, unser nächstes Ziel ist der Ecola State Park. Die Anfahrt bis zur Entrance Station alleine ist schon sehenswert!

Wir fahren einige Minuten lang eine kurvige Straße entlang, links und rechts von uns sind nur bemooste Bäume und Baumstümpfe, Farne und eigentlich außer grün nur grün zu sehen. Was für ein Kontrast zu dem trockenen Las Vegas wo wir noch vor ein paar Tagen waren!

An der Einfahrtsstation fragen wir ob unser Nationalparkpass hier auch gilt, aber leider wird der hier nicht akzeptiert. Aber die 5$ Eintritt für uns vier inklusive Auto sind durchaus OK.

Beim ersten von mir im GPS abgespeicherten  Parkplatz gibt es einen Trail zum Strand, der ist jedoch gesperrt.

Straße zum Ecola State Park

Straße zum Ecola State Park

Urwald

Urwald

Wir fahren nur wenig später weiter, am Bird Point können wir einen tollen Ausblick auf die Bucht von Cannon Beach genießen. Doch auch hier ist der Weg zum Strand hinunter gesperrt und wir müssen uns mit dem Blick nach unten begnügen. Nach Erkundung der unmittelbaren Umgebung setzen wir uns wieder ins Auto und fahren einen dritten Parkplatz beim Indian Point an, wo der Blick auf Cannon Beach nur noch schöner wird.

Blick vom Bird Point

Blick vom Bird Point

Blick auf den Strand @ Bird Point

Blick auf den Strand @ Bird Point

Haystack Rock

Haystack Rock

Dort haben wir auch endlich Gelegenheit direkt an den Strand hinunter zu gehen, ein kurzer aber sehr verwachsener Weg mit Treppen führt hinunter. Uns kommen viele Surfer in Neoprenanzügen entgegen, der Pazifik ist hier eiskalt wie wir wenig später mit den eigenen Zehen feststellen.

Zu unserer Freude kommt dann auch die Sonne ein wenig heraus und es wird gleich um vieles wärmer! Während der Rest von uns die Sonnenstrahlen auf einem umgefallenen Baumstamm am Strand genießt gehe ich mit der Kamera auf Entdeckungsreise. Sollte ich jemals wieder in die Gegend kommen, dann wird hier auf jeden Fall ein Sonnenuntergangsfoto eingeplant!

Schön langsam meldet sich bei uns der Kaffee-Durst und wir beschließen nach Cannon Beach zu fahren. In einer kleinen Bakery werden wir dann fündig und genießen auf der Terrasse Kaffee & Cupcakes.

Da wir sonst nicht wirklich noch einen Fixpunkt geplant haben, beschließen wir den Ort per Pedes zu erkunden und machen einen Spaziergang. Der führt uns, wie in jedem Ort mit Strand vorhersehbar, auch an diesen.

Strand @ Indian Point

Strand @ Indian Point

Die Sonne hat auch etliche andere hervorgelockt und es ist richtig viel los. Sogar ein motorisierter Paragleiter beobachtet das Treiben am Strand aus wenigen Metern Höhe. Bei Ebbe könnte man sogar bis zum Haystack Rock hinaus spazieren, nur ist schon die Flut wieder im Beginnen und wir lassen das dann doch lieber.

Die Bakery

Die Bakery

Strandhäuser

Strandhäuser

Sommer @ Cannon Beach

Sommer @ Cannon Beach

Hier könnten wir uns alle vorstellen einen reinen Strandurlaub zu machen!

Blick auf die Bucht

Blick auf die Bucht

Windschutz durch natürliche Dünen

Windschutz durch natürliche Dünen

unberührte Strandabschnitte gibt es auch

unberührte Strandabschnitte gibt es auch

Gegen fünf Uhr Nachmittag heißt es dann doch Abschied nehmen von dem romantischen Ort, unser Hotel für diese Nacht haben wir in Tillamook gebucht, wieder ein Shiloh Inn. Wir checken uns ein und treffen uns wenig später frisch gemacht wieder um ein Restaurant ausfindig zu machen. Auf Empfehlung der Hotelrezeption gehen wir ins Rodeo Steak House, das auf den ersten Blick eher wenig vielversprechend aussieht.

Überall am Boden liegen Erdnussschalen, der Kellner ist aber wirklich bemüht und nett und das Essen schmeckt auch nicht schlecht. Alles in Allem somit OK, wofür auch die vielen Locals die auch hier sind ein Indiz sind. Üblicherweise wissen die Einheimischen ja, wo’s gut ist!

Vor dem Schlafen gehen schauen wir uns noch gemeinsam die Fotos der letzten Tage an und lassen die bisherige Reise Revue passieren. Wir haben schon viel gesehen und dabei sind wir noch nicht einmal auf der Hälfte!

weiter zum nächsten Tag
Oregon Coast 3. Januar 2015

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