Nach unserem Besuch im Valley of Fire am ersten Tag unserer Viva Las Vegas Tour sind wir gleich anschließend zum Hoover Dam weiter gefahren. Die Straße vom Valley of Fire State Park geht hin zum Lake Mead, der durch den Damm aufgestaut ist und dann entlang seines Ufers nach Boulder City und zur Route 93 die ja noch direkt über den Damm selbst führt.
Bei unserem Besuch im April 2010 hätte die Hoover Dam Bypass Road, eine mehrspurige Parallelbrücke zwar schon längst fertig sein sollen - aber wie bei vielen großen Bauprojekten ist hier einiges an Zeitverzug zustande gekommen. Wer's genau wissen will, auf der offiziellen Website des Bauprojekts kann man sich immer über den aktuellen Stand erkundigen.
Der Damm gilt auch heute noch als ein technisches und auch bauliches Meisterwerk, während seines Baus Anfang der 30er Jahre war er eine wichtige Arbeitsstelle für viele Arbeiter und deren Familen die extra für den Bau ins nahe gelegene Boulder City gezogen sind. Da die Arbeiter und ihre Familien gerne ihre Freizeit in Las Vegas verbrachten, wurden einige der größeren Hotels und Bars geplant und gebaut. Indirekt verdanken wir diese schillernde Stadt also den knapp 16.000 Arbeitern, die in nur 4 Jahren Bauzeit diese riesige Staumauer aufgebaut haben!
Kurz nach der Abzweigung in Boulder City zur US 93 begann für uns ein Stau bis zum Damm - mit einer der Gründe für die Hoover Dam Bypass Road! Stetig aber etwas langsam rollen wir dem Damm entgegen, schlussendlich können wir für 7$ Parkgebühr das Auto im Parkdeck des Visitor Centers abstellen. Vom obersten Stockwerk des Parkdecks bietet sich schon ein grandioser Blick auf den Damm!
Wir bemerken auch hier den weißen Streifen über der Wasserlinie die uns schon entlang des Lake Mead aufgefallen ist: in den letzten Jahren ist der Wasserstand hier wohl deutlich gesunken. Bei einer Wasserfläche von ca. 640 Quadratkilometern kommt hier schon einiges an Wassermenge zusammen!
Als erstes spazieren wir in Richtung Damm und überschreiten die Grenze zu Arizona, die direkt über dem Damm verläuft. Auf den beiden Ansaugtürmen sind auch Uhren montiert, Arizona und Nevada sind ja nicht in der gleichen Zeitzone. Uns war das aber egal, so lange hielten wir uns hier ja nicht auf.
Nach einigen überwältigenden Blicken auf beiden Seiten des Damms in die Tiefe bzw. auf den Lake Mead haben wir uns ins Innere vorgewagt. Für 11$ pro Person kann man die Powrplant Tour machen, die teurere - weil längere - Hoover Dam Tour war uns dann mit 30$ doch etwas zu teuer. Bevor man noch zum Ticketschalter kommt müssen wir duch eine Sicherheitskontrolle (die auf den Flügen waren nicht so genau!) - man stelle sich 9/11 am Hoover Dam vor... das hätte wohl fatale Konsequenzen, und die nicht nur für die Natur! Daher machen wir natürlich auch da brav mit und lassen uns röntgen und die Fotoausrüstung inspizieren. Tut ja nicht weh.
Die Tour ist sehr interessant, wir können an einer Stelle das Wasser das durch die Ansaugtürme in die Turbinen läuft sogar fühlen - der Boden der Plattform bebt und man hört die Wassermassen in den Rohren die direkt unter der Plattform verlaufen. Da merkt man auch, welche Kraft so ein paar Tropfen Wasser haben können!
Wir können auch den Turbinenraum besichtigen, hier gibt es sogar eine Mini-Turbine (im Vergleich zu den anderen) die den Strom für den Damm selbst erzeugt.
Unser "Dam(n) Guide" ist ein Freiwillger, der sich hier offensichtlich ein wenig Zubrot zur Pension verdient. Seine Schilderungen sind interessant vorgetragen, er beantwortet alle Fragen der Besucher und versucht sogar den Kindern die bei der Führung dabei sind das Thema leichter verständlich zu machen.
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Kommentare
mfg
Wir waren Ende April 2010 hier - die Uhren hatten hier allerdings noch eine Stunde Zeitunterschied .
Karin