Am späten Nachmittag bzw. frühen Abend (je nach Definition) haben wir uns in Windsor Locks in unser knallgelbes Mietauto gesetzt und sind in Richtung Küste gefahren. Ziel war Newport im Bundesstaat Rhode Island - laut unserem Reiseführer sollte man sich diesen Ort nicht entgehen lassen. Besonders interessant war für uns auch die Brücke über die Narraganset Bay von Jamestown nach Newport. Bei uns daheim gibt's ja nicht so große Brücken.
Nach gut zwei Stunden Fahrzeit (laut Google Maps hätten wir nur knapp zweieinhalb Stunden benötigt) immer noch kein Schild mit der Aufschrift Jamestown oder Claiborne Pell Newport Bridge oder Newport in Sicht. Mehrmals haben wir mit der Straßenkarte überprüft ob wir auch am richtigen Weg sind. Nur offensichtlich hat sich Google Maps in diesem Abschnitt der USA nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten, wir aber schon.

Nach drei Stunden lässt sich dann endlich die Brücke hinter einer Kuppe erahnen, mittlerweile ist es dämmrig und die Beleuchtung der Brücke schon zu sehen. Also sind wir eh gleich dort. Die Definition "gleich" haben wir an dem Tag auch neu definiert, bis zur Brücke warens dann doch noch gute 20 Minuten Fahrzeit.
Bei der Toll Station knöpft man uns 2$ ab (reine Occassion wie wir später festgestellt haben - die Verrazano Bridge in New York kostet gleich 10$!) Kaum auf der anderen Seite in Newport angekommen machen wir uns auf die Suche nach dem Motel 6. So ungefähr wissen wir, wo es sein müsste (dachten wir) und haben erst mal eine Runde durch den Ort gedreht. Nach der zweiten erfolglosen Runde haben wir wieder in Richtung Brücke gewendet - vielleicht sind wir ja schon dort falsch abgebogen?
Wir fahren also in üblicher Ortsgeschwindigkeit und auf einmal steht da ein Schild: "Last Exit before Bridge". Und schon waren wir an dem auch vorbei. Also noch einmal rüber über die Bay und bei der Toll Station 2$ los werden. Gleich nach der Mautstation wenden wir wieder um erneut 2$ für die Brückenüberfahrt zu bezahlen - weil das Motel 6 ja auf der anderen Seite ist. (Die Dame im Mauthäuschen hat dann schon so eigenartig gegrinst: ah - wieder so zwei Touris die nicht genug vom Brückenüberfahren haben.)
Schlussendlich haben wir das Motel dann doch noch gefunden - das Leuchtschild war nicht an und ist uns neben dem Einkaufszentrum und dessen bunter Beleuchtung auch nicht aufgefallen. Der Checkin im Hotel klappt auch ganz gut, wir werden zwar wieder mit Australiern verwechselt, aber auch an das gewöhnen wir uns noch. Das Zimmer ist allerdings im Standard ganz anders als das Doubletree in dem wir die ersten Nächte verbracht hatten. Aber für zwei Nächte war's OK für den Preis, und auch gratis WiFi war mit inkludiert.
Für's Abendessen wollten wir die Filiale des Pizza Hut ganz in der Nähe ausprobieren. Mein persönliches Fazit: teuer, viel Teig und wenig Belag auf der Pizza und die Wartezeit war auch gar nicht so "Fast" wieder vorbei. Nach den vielen Kilometern hinterm Lenkrad war ich auch etwas angeschlagen, deshalb haben wir uns auf ein paar kurze "Wir leben noch" Mails an Famile und Freunde als Abendbeschäftigung beschränkt.
Am nächsten Tag war dann eine Stadtbesichtigung angesagt. Hier geht's weiter >>>
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