Enkhuizen ist eine Kleinstadt im Norden Hollands, in der Region West-Friesland. Früher war der Fischfang für die Gemeinde sehr wichtig, heute jedoch spielt er fast keine Rolle mehr. Das Zuiderzee Museum beschäftigt sich mit dem früher hier üblichen Fischfang und zeigt wie die Menschen hier früher lebten und wirtschafteten.
Von Amsterdam haben wir den Zug nach Enkhuizen genommen, nach ungefähr eineinhalb Stunden sind wir am kleinen Kopfbahnhof aus dem Zug gestiegen. Die Anlegestelle des Museumsboots haben wir nicht gleich gefunden, wir wollten aber ohnehin einen Spaziergang durch den Ort machen und haben uns daher auch nicht besonders nach dem Boot umgeschaut.
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vom Bahnhof aus gibt es ein Linienboot
geöffnet April bis Oktober Dienstags bis Sonntags von 10-17 Uhr, von November bis März geschlossen
Das Wetter hatte sich auch deutlich gebessert, bei unserer Abfahrt in Amsterdam hatte es sehr nach Regen ausgesehen. Um die Mittagszeit wurde es dann sogar sehr schön - was mich natürlich beim Fotografieren besonders gefreut hat.
Der Eintritt ins Museum war OK, pro Person 14€ sind verkraftbar. Gleich nach dem Eingang ist der Hafen von Marken rekonstruiert, die einfachen Fischerhäuser boten zum Leben nur das Notwendigste. Luxus war für die Fischer offensichtlich ein Fremdwort. Durch den in den 1930er Jahren fertiggestellten Deich Afsluitdijk wurde das Ijsselmeer geschaffen. Dadurch änderten sich auch die Fischbestände in diesem Gebiet und die meisten Fischereibetriebe gingen bankrott, die Fischer mussten andere Arbeit finden.
Im Museumsdorf sind Häuser von Ortschaften rund um das Ijseelmeer zusammengetragen, sie stammen aus der Zeit zwischen 1700 und 1900.Viele haben Reetdächer, Dachschindeln waren offensichtlich teurer und daher weniger beliebt.
An manchen Tagen gibt es hier auch Handwerksvorführungen, wir haben aber offensichtlich den falschen Zeitpunkt erwischt und konnten bei keiner Vorführung zuschauen.
Besonders interessant waren für mich alte Fotoapparate, die in einem der Häuser ausgestellt waren. Aber auch die Apotheke ist sehenswert, hier bekommt man einen guten Einblick in die früher übliche Medizin. (Ich war da schon sehr froh im heute zu leben - die frühere Medizin war nicht so zimperlich mit den Menschen!)
Eine Windmühle zeigt auch, wie das Wasser zwischen den Deichen gepumpt wird um die so häufig zu sehenden Polder der Umgebung zu erzielen. Die Kanäle die dafür notwendig sind werden oft anstatt Zäunen verwendet um grasende Schafe auf der Weide zu behalten.
Bei der Anlegestelle des Museumsboots stehen noch alte Kalköfen, in diesen wurden aus dem Meer gefischte Muscheln verbrannt um Kalk zu erhalten der als Mörtel für den Hausbau benötigt wurde.
Nach einem ausgedehnten Rundgang durch das Museum hat uns dann der Hunger ein wenig geplagt und wir sind mit dem nächsten Museumsboot wieder zurück zum Bahnhof gefahren. Da wir das Museum besucht hatten war der Transfer gratis. Im Stadtzentrum haben wir uns in eines der Cafe's auf die Terrasse gesetzt und noch die letzten Sonnenstrahlen vor dem herannahenden Schlechtwetter genossen. Unmittelbar nachdem wir das Lokal wieder verlassen hatten hat's auch schon zu regnen begonnen. Mit dem Zug sind wir dann auch wieder zurück nach Amsterdam gefahren und haben den Abend eher gemütlich gestaltet.
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