Bad Boys & Girls Tour - Florida

Bad Boys & Girls Tour FloridaIn 16 Tagen haben wir Florida erkundet: Aligatoren, Space Shuttles, Achterbahnen, Strände - all inclusive!

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Mit der Einmot über den Atlantik

N196RC in Flores, Azoren

Mit einer Glasair Sportsman 2+2 von Cable, CA bis Wiener Neustadt, NÖ: ein Bubentraum wurde wahr.

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IFR LOAN-LOWG

Nach 40 Stunden im Simulator (FNPT2) war es endlich soweit: der erste IFR Flug im "echten Flugzeug". Das Wetter ist gecheckt, laut NOTAMs gibts keine Einschränkungen und der Flugplan ist aufgegeben. Beachtet bitte, dass jeder Trainingsflug mit ATC Graz abgestimmt werden muss: "BEFORE SUBMISSION OF FLIGHTPLAN FOR COORDINATION CALL ATC GRZ +43 (0)5 1703-6755 - OPR HRS OF ATC OFFICE GRAZ DAILY 0730-1530 UTC".

Nach ausführlichem Außen-Check, Auffüllen der De-Icing - Flüssigkeit (die wir lt. Wetter sicher brauchen werden) und Tanken sind wir bereit aus Wiener Neustadt wegzustarten. Dem Turm in Wiener Neustadt teilt man mit, dass man mit Flugplan IFR nach Graz fliegen will. Entweder bekommt man gleich (koordiniert mit Wien Radar) einen Squak oder man bekommt ihn nach dem Abheben von Wien Radar direkt. Auf jeden Fall bleibt man in VMC (also in Sichtflugbedingungen). Wien Radar teilt dann mit: "IFR starts when passing FlightLevel XXX". Erst ab dem Zeitpunkt dürfen IMC (Instrument Meteorological Conditions) herrschen. Nach Durchtauchen der dünnen Wolkenschicht waren wir "On-Top". Der sehr schöne und wirklich überwäligende Ausblick wurde schnell durch die IFR - Brille auf die Instrumente eingeschränkt.

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Aus Übungsgründen soll man nur mit den Instrumenten im Flugzeug auskommen, die Luftraumbeobachtung (die einem trotzdem nicht erspart bleibt) übernimmt der Fluglehrer. Der weitere Plan war nach Gleichenberg NDB zu fliegen und dort ein paar Holdings zu üben. Danach bekamen wir ein "cleared direct to Graz VOR", um von dort einen ILS Approach auf die 35C zu üben. In ca. 4500ft sind wir in die Wolken eingetaucht. Kurz danach konnten wir leichten Eisansatz an den Tragflächen beobachten - kein Problem für die DKS - Enteisung. Bitte auf jeden Fall ACHTUNG MIT EIS!!! Bei der DA42 wird durch durch eine Membran auf der Flügelvorderkante, genauso wie am hinteren Leitwerk, eine Flüssigkeit ausgeschieden, die das Eis abtauen bzw. gar nicht erst ansetzen lässt. Auch die Propellerblätter sind durch diese Flüssigkeit geschützt. Erst am Missed Approach Point wurde es mir erlaubt aus dem Fester zu sehen. Das sind 200ft über der Runway Threshold, also nicht mehr sehr viel. Die Landung danach erfolgte visuell. Das Foto wurde noch kurz vor diesem Punkt aufgenommen:

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Die Landung wurde bezahlt und der Flieger wieder gecheckt. Hier konnten wir die Ausmaße des Eises auf den nicht geschützten Flächen begutachten - eigentlich nur den Winglets:

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Nach dem Abheben haben wir der SID (Standard Instrument Departure) folgend noch einen ILS Anflug geübt. Nach dem LowApproach hat uns ATC noch gebeten die Wolkenobergrenze zu melden. Danach ging es direkt Richtung Sollenau VOR zurück. Von dem starteten wir den Locator DME - Approach Richtung Wiener Neustadt (Non Precision Approach mit Sichtflug im Endteil).

In Summe war es sehr, sehr beeindruckend für den ersten Flug in Instrument Conditions. Und die Voraussage meines Fluglehrers hat sich bestätigt: die Leistung lässt gegenüber dem Simulator im echten Flieger um 50% nach. Man ist halt doch mit Schauen, Fühlen und überwältigt sein viel beschäftigt.

 

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