New York

Nach dem Besuch der USS Nautilus fahren wir zum JFK Airport in New York und geben unser Mietauto ab. Für die Tage in New York brauchen wir kein Auto – den Verkehr wollen wir uns nicht antun. Wir hatten im Vorhinein schon in Erfahrung bringen können, dass es einen Bus vom Flughafen zur Central Station in Manhattan gibt und wollten von dort aus mit dem Taxi weiter ins Hotel fahren.

Die öffentlichen Verkehrsmittel waren für uns keine Option – zum einen war ich zu dem Zeitpunkt den New Yorker Öffis noch etwas skeptisch gegenüber eingestellt, zum anderen wäre es mit unserem Gepäck schon etwas schwierig und anstrengend gewesen. Außerdem: einmal Yellow Cab fahren in New York gehört doch auch irgendwie dazu.

Wir kaufen uns also ein Busticket, der Fahrer verstaut unsere Taschen im unteren Teil des Busses und los geht’s. Bei der Central Station steigen wir aus – der Fahrer hatte sich sogar gemerkt, welche Koffer unsere waren und da standen wir nun: mitten in Manhattan, mit unserem Hab & Gut beladen und auf der Suche nach einem Taxi. Just in den Minuten kommt keins.

Als dann endlich eins um die Ecke biegt war wer anderer schneller. Schließlich stellen wir uns ganz an den Straßenrand und fangen heftigst zu winken und zu gestikulieren an, wenn was gelbes auf der Fahrbahn zu sehen ist. Es funktioniert! Ein Taxi bleibt bei uns stehen, der Fahrer hängt sich lässigst aus dem Fenster und fragt uns wohin wir wollen.

Ich komme grad nur bis „Jersey…“ weil unser vorgebuchtes Hotel ja in Jersey City, nur auf der anderen Seite des Hudson liegt. Schon steigt der Fahrer aufs Gas und ist weg. Gut, mag er halt nicht. Nur nachdem uns selbiges dann mehrmals hintereinander passiert fange ich an darüber nachzudenken, ob die Idee mit dem Taxi ins Hotel auch wirklich eine gute war…

Schlussendlich finden wir dann einen Fahrer, der sich bereiterklärt uns ins Hotel zu fahren. Aber nur, wenn wir ihm auch die Maut für den Retourweg durch den Holland Tunnel zahlen. Mittlerweile ist uns schon so einiges recht und wir lassen uns für 70$ inkl. Tip von der Grand Central Station nach Jersey City chauffieren.

Das Hotel (Candlewood Suites) ist nett und die Angestellten super freundlich. Im Zimmer ist eine kleine Küchenzeile, die Fenster können allerdings nur einen 10cm Spalt geöffnet werden. Na, für die drei Nächte wirds reichen. Da uns die Mitarbeiterin an der Reception den Weg zur nahe gelegenen Mall erklärt hat, besuchen wir die auch gleich. Abendessen muss ja schließlich sein.

Tag 1

Staten Island Ferry Terminal

Staten Island Ferry Terminal

Am nächsten Tag spazieren wir die 5min zur nächsten PATH-Station und fahren damit unter dem Husdon durch und stehen gleich mal am Ground Zero. Ist ein riesiges Loch, man kann nicht sagen ob’s noch die Aufräumarbeiten nach 9/11 sind oder schon die Arbeiten für den Freedom Tower, der ja hier entstehen soll. An den umliegenden Gebäuden sieht man auch noch Spuren nach dem Anschlag – wer die Fernsehbilder kennt und dann am Ort des Geschehens steht, da wird’s einem schon etwas mulmig in der Magengegend.

Nachdem das Wetter nicht so berauschend ist und wir auf Besserung hoffen spazieren wir in Richtung Battery Park und der Anlegestelle der Staten Island Ferry. Die ist gratis und man hat von den Fähren angeblich einen schönen Blick auf die Skyline Manhattans. Auf Fotos hab ich’s schon gesehen – live durften wir’s nicht erleben, die Sicht reichte gerade mal bis zum 30. bis 40. Stockwerk der Häuser. Die Freiheitsstatue kann man von der Fähre auch bewundern, wir wollten nicht direkt auf die Insel fahren wo sie steht – dazu hätten wir uns doch einige Zeit für die Fähren anstellen müssen. Diese Zeit wollten wir anders nützen.

In Staten Island mussten auf die Retour-Fähre umsteigen, am Schiff bleiben ist nicht möglich. Wieder beim Battery Park angekommen, marschieren wir weiter in Richtung South Street Seaport und Brooklyn Bridge und machen dabei einen kleinen Umweg über die Wall Street.

Über die Brooklyn Bridge geht ein Fußgängerweg, den wollten wir ein Stück entlang gehen. Man muss in der Nähe der Brücke nur den Touristenscharen folgen – zu verfehlen ist der Beginn des Weges kaum. Wir sind bis zur Mitte gegangen und haben dann wieder umgedreht – nachdem es leicht zu nieseln begonnen hatte.

Flatiron Building

Flatiron Building

Nächstes Ziel unseres Spaziergangs war das Flatiron Building, an dem waren wir bei der Taxifahrt schon vorbei gefahren. Also haben wir uns beim Civic Center in die U-Bahn gesetzt und sind zum Flatiron Building gefahren – zu Fuß wäre das schon etwas weit.

Nachdem meine Füße schon nach einer Pause verlangten (trotz der suer-bequemen Sportschuhe) haben wir uns bei Starbucks dann einen Kaffee gegönnt. Der schmeckt wirklich Weltweit gleich. Kaum zu glauben – trinkbarer, starker Kaffee. (In manchen Hotels oder Coffe-to-go-Buden bekommt man hier mitunter Kaffee in der Mischung 1 Bohne auf 1 Gallone heißes Wasser.)

Beim Flatiron Building angekommen, beschließen wir dann doch den Rückweg zum Hotel – die Füße brauchen eine ausgedehntere Pause und das am Vortag ausgekundschaftete Einkaufszentrum wollen wir auch noch besuchen. Wir nehmen also die Subway zum Ground Zero und von dort dann den PATH wieder nach Jersey City. Das Fährboot über den Hudson fährt leider am Wochenende nicht – da haben wir leider Pech gehabt.

Tag 2

Ausgeruht nach einer erholsamen Nacht machen wir uns am zweiten Tag unseres New York Aufenthalts zum Empire State Building auf. Das Wetter hat sich zwar immer noch nicht gebessert – aber einmal am Empire State Building muss man schon hinauf wenn man hier ist. Wir nehmen also die Öffis und fahren zu einer nahe gelegenen Station. Die paar Blocks bis zum Empire State Building wollen wir zu Fuß gehen. Wir suchen uns also eine vertrauenswürdig aussehende Quergasse aus und spazieren bis zu nächsten Avenue.

Die kommt auch bald und der Anblick kommt uns doch etwas eigenartig vor: jede Menge Leuchtreklamen, Plakate von Musicals und Theaterstücken… Moment! Wir stehen am Times Square! Ohne es geplant zu haben „stolpern“ wir über diesen berühmten Ort (eigentlich wollten wir da nach dem Empire State Building vorbei schauen).

Die Kulisse ist schon beeindruckend – auch wenn der Verkehr Sonntags etwas ruhiger sein soll, ist immer noch viel los. Sogar den Naked Cowboy haben wir gesehen – leider habe ich erst nach unserem Besuch erfahren was das mit dem leicht bekleideten Gitarrenspieler auf sich hat. Hätte ich das vorher gewusst, gäb’s natürlich auch ein Foto!

Beim Empire State Building angekommen stellen wir uns auf eine längere Wartezeit beim Aufzug ein – aber nichts da! Keine 10 Leute vor uns, das schlechte Wetter hat wohl etliche davon abgehalten herzukommen. Wir wollen aber auf jeden Fall hinauf und freuen uns, doch noch mehr Zeit für andere Dinge zu haben.

Auch wenn man wegen den tief hängenden Wolken nicht besonders weit sieht ist die Aussicht doch auch schön und zeigt ein ganz eigenes Bild New Yorks. Lustig sind die vielen Wassertanks auf den Dächern, sowas gibt’s bei uns in Europa ja nicht.

New York im Nebel

New York im Nebel

Am Weg nach unten müssen wir durch den Souvenirshop, dort muss auch wieder ein Kühlschrankmagnet mitgenommen werden.
Wieder unten angekommen gehen wir weiter zum Rockefeller Center und der St. Pauls Cathedral. Ich hätte die Kirche gerne von innen gesehen, aber da gerade eine Messe gelesen wurde wollte ich nicht stören und habe darauf verzichtet.

Am Weg dorthin sind wir noch bei Macy’s auf der Fifth Avenue vorbei gegangen und haben mal so geschaut was dort alles zu kaufen angeboten wird. Richtig perplex waren wir dann, als wir in der Weihnachts-Abteilung standen… so viel Kitsch hab ich noch selten auf einem Fleck gesehen!

Anschließend sind wir noch die Park Avenue hinaufspaziert bis zur Grand Central Station und haben uns dann wieder auf den Rückweg ins Hotel gemacht. Da wieder Sonntag war, haben wir den Abend mit Football schauen verbracht.

New York ist eine sehr beeindruckende Stadt, auch wenn das Wetter sie eher trist und trüb hat erscheinen lassen. Wir haben auch nur die südlichste Spitze Manhattans gesehen und werden bestimmt irgendwann einmal wieder herkommen um auch den Rest kennen zu lernen. Zwei Tage reichen gerade eben für einen kurzen Schnupperausflug – ich bin mir sicher auch nach Wochen wird man in dieser Stadt immer wieder etwas Neues entdecken können!

weiter nach Philadelphia

New York 6. Januar 2010

Werde Facebook Fan!