USA Ostküste (2008)

Prolog

Lange haben wir davon gesprochen, eine Reise in die USA zu machen. 2008 war’s dann soweit: wir flogen für drei Wochen an die Ostküste. Was wir in den drei Wochen erlebt haben, könnt ihr hier nun nachlesen!Mein Bruder war so nett und hat uns pünktlichst um halb neun am Flughafen Wien Schwechat abgeliefert, unser erster Weg führte uns auch gleich zum Check-In Schalter der Austrian Airlines um die Koffer loszuwerden. Ganz ohne Probleme haben wir die zwei Koffer abgegeben und sind dann gleich durch die Schleuse in den Duty Free Bereich gegangen.

So viel gibt’s da in Wien auch nicht, deshalb haben wir uns gemütlich zur Sicherheitskontrolle begeben. So besonders war die auch nicht – wir hatten auch keine Gegenstände mit im Handgepäck die nach 9/11 nicht mehr mitgenommen werden dürfen oder extra abgepackt sein müssen. Pünktlich beginnt das Boarding, wir haben Plätze in der vorletzten Reihe im Flieger in der Mittelreihe und somit leider keinen ungehinderten Blick nach draußen.

Das bereue ich schon am Taxiway auf dem Weg zur Piste. So ein riesen „Vogel“ hat da hinten nämlich ganz eigen schwingende Bewegungen drauf. Ich hab mich also auf 8 Stunden schlecht sein eingestellt. Kaum war der Vogel in der Luft ging’s mir wieder blendend. Die Flugzeit haben wir uns mit dem angebotenen Entertainment-Programm und dem mitgebrachten Lesestoff vertrödelt.

Die Einreise in New York geht schneller als erwartet, nur knapp eine halbe Stunde Wartezeit bevor wir um ein Foto und die Fingerabdrücke gebeten werden. Der Officer ist ganz erstaunt, dass unser Hotel in Boston ist, wir sollen das erste Hotel angeben wo wir übernachten. Ja, das ist das in Boston – wir fahren heute noch die 3h mit dem Mietauto. Unverständlicher Blick – warum wir denn nicht gleich nach Boston geflogen sind fragt der Officer noch. Aber als ich ihm erkläre, dass der Flugpreis nach New York um einiges günstiger war als der nach New York und wir auch noch umsteigen hätten müssen, ist er zufrieden und wünscht mir „Have a nice trip.“ Martin hatte er vorher nämlich nach der geplanten Tour ausgefragt. Und dass wir beide zusammen gehören ist ja nun wirklich nicht so schwer zu erkennen.

unser Mietauto für die ersten zwei WochenAuto ausborgen gestaltete sich auch ohne Probleme (wir hatten ja schon über unser Reisebüro bei National vorreserviert), nach einer dreiviertel Stunde haben wir die Schlüssel für einen knallgelben Chrysler Colibri.

Besondere Ansprüche stellen wir nicht an das Mietauto, unsere zwei Koffer sollten reinpassen. (Mich wundert’s nur, dass die gar nicht notieren welchen Wagen wir uns aussuchen.) Aber als USA-Ersttäter kennt man eben so einiges nicht. Das wird nämlich bei der Ausfahrt aus dem Gelände von National notiert.

Kaum den Flughafen verlassen, schon stehen wir im Stau (es ist Beginn der Rush Hour am Nachmittag), einen ATM für ein wenig Bargeld (das ist sich nämlich nicht mehr vor dem Abflug aus Wien ausgegangen) finden bei einer nicht sehr vertrauenswürdig aussehenden Tankstelle in Queens.

Auf der I95 geht’s dann weiter Richtung Norden mit dem Ziel Westborough. Nach der ersten Stunde Fahrt kämpfe ich schon sehr mit dem Jetlag, im Flieger habe ich nicht wirklich geschlafen. Irgendwann vor Providence siegt dann die Müdigkeit.

Erst am Autobahnknoten mit der I495 in Massachusetts, wo wir abbiegen, werde ich wieder wach. Um 3 Uhr früh Wiener Ortszeit (21 Uhr Local time) sind wir dann endlich im Hotel (Doubletree Westborough) beim Checkin.

Das Zimmer ist sehr nett, wir bekommen  als Willkommensgruß zwei riesige Cookies, die sogar noch warm sind. Na, Frühstück für den nächsten Tag wäre mal gesichert.

Wir laden unsere zwei Koffer im Zimmer ab und genehmigen uns in der Hotelbar noch ein kleines Abendessen. Hier lerne ich auch schon wieder die nächste Lektion: wenn man sein Getränk so wie ich gerne etwas langsamer trinkt und nicht mit arktischen Temperaturen hinuntertrinkt sollte man sich nach einiger Zeit auf einen etwas chlorigen Beigeschmack einstellen. Ich beschließe also für den Rest der Reise bei der Getränkebestellung ein „no ice“ anzuhängen um das „Problem“ zu umgehen.

Hundemüde schleppen wir uns dann aufs Zimmer in das King Size Bed und hoffen auf einen erholsamen Schlaf. Für den morgigen Tag war ein Besuch in Boston und ein Marsch entlang des Freedom Trail geplant.

Werde Facebook Fan!