Heineken Brauerei

1864 kaufte Adrian Heineken die damals größte Brauerei der Gegend und gründete damit eine der heute weltweit größten Brauereien. Wir haben die Brauerei an einem Nachmittag unserer Amsterdam-Woche besucht.

Freunde von uns hatten uns empfohlen, die Brauerei am Nachmittag zu besuchen – wir haben ihren Rat beherzigt und waren gegen drei Uhr Nachmittag dort. Das Besucherzentrum befindet sich in der alten Brauerei, heute wird hier kein Bier mehr gebraut.

Beim Ticketschalter bekommen wir zwei Armbänder, mit den darauf befestigten Pins können wir uns in der letzten Station der Runde (der Bar) je zwei Gläser Bier abholen. Aber bevor wir dorthin kommen, wollen wir uns erst den Rest der Brauerei ansehen.

An der ersten Station lernt man einiges über den Konzern, seine Geschichte und wie es dazu kam, dass die Marke Heineken so erfolgreich war. Unter anderem war Adrian Heineken einer der ersten, die nach Ende der Prohibition mit einem Schiff voll Bier in New York angelegt haben.

BrauereikesselDie folgenden Stationen bringen einem den Brauprozess und die einzelnen Bestandteile des Biers näher. Was allerdings die geheime Zutat ist, wird nicht verraten – das wissen angeblich nur sehr wenige Mitarbeiter des Konzerns. Auch in die großen Kupferkessel, die früher zur Bierproduktion verwendet wurden kann man besichtigen – in einigen ist sogar ein Beamer montiert der an die Wände des Kessels ein kurzes Video über den Herstellungsschritt zeigt.

In der Brauerei ist alles auf englisch angeschrieben, die Angestellten sprechen einen automatisch englisch an und auch die Videos sind englischsprachig. Wir haben also kein Problem die Ausstellung zu verstehen.

BrauereipferdeAuch die Stallungen der Bierrösser sieht man – abgeschirmt durch einen Glasgang, damit die Pferde ihre wohlverdiente Ruhe genießen können.

Ungefähr in der Mitte der Ausstellung ist der „Tasting-Room“ wo ein Mitarbeiter von Heineken gut erklärt warum ein Bier anders schmeckt wenn man es langsam oder schnell trinkt und wieso in vielen Lokalen die Barkeeper mit einem nassen, schräg gehaltenen Holzstab über den Schaum am Glas streichen bevor sie das Glas dem Gast geben.

Wir bekommen einen Pfiff Bier zum kosten – der Mitarbeiter ist schon etwas lockerer drauf (er hat wahrscheinlich schon ein paar Schluck mehr gehabt als wir). Da nicht viele Besucher nach kommen haben wir ein wenig Zeit um mit dem Mitarbeiter zu plaudern bevor wir weiter in die nächste Abteilung gehen.

Dort geht es um die diversen Sponsorings, hauptsächlich im Fußballsport. Da uns der nicht besonders interessiert (wir sind eher dem American Football zugeneigt) gehen wir hier etwas flotter durch.

Ganz zum Schluss kommen wir in die Bar, wo wir unsere Pins einlösen können. Hier ist richtig gute Stimmung, wir stehen an einem Stehtisch und kommen mit ein paar Amerikanern ins Gespräch. Ein wenig Smalltalk unter Touristen.

Nachdem wir die Kostproben gründlich verkostet haben machen wir uns wieder auf den Weg ins Hotel, bevor wir dann zum Abendessen noch einmal in Richtung Leidseplein marschieren.

weiter zum nächsten Tag

Heineken Brauerei 16. Oktober 2010