Amsterdam: Anreise mal anders

Wien Schwechat ist Heimatflughafen der Austrian Airlines

Wien Schwechat ist Heimatflughafen der Austrian Airlines

Am 23. Mai 2010 war es endlich so weit: wir fliegen nach Amsterdam! Eine ganze Woche wollen wir die Stadt und die umliegenden Gebiete erkunden, genießen und entspannen. Damit wir auch möglichst viel Zeit in Amsterdam verbringen können, hatten wir Tickets für die 7:25 Maschine der Austrian Airlines von Wien-Schwechat nach Amsterdam-Schiphol gebucht.

Pünktlich um halb sechs Uhr früh stand ein Freund vor der Tür um uns zum Flughafen zu bringen. Dank der Viva Las Vegas Tour haben wir schon Übung im einchecken und Koffer abgeben und haben sogar noch reichlich Zeit für einen Frühstückskaffee.
Am Ende des Terminal C finden wir schließlich eine Starbucks-Filiale und gönnen uns gleich einen großen Becher. Da noch ein wenig Zeit ist bummeln wir noch durch den Duty-Free Bereich am Flughafen bevor wir uns auf den Weg zum Terminal B machen von wo aus wir mit dem Bus zum Flieger gebracht werden.

Ab durch die Sicherheitskontrolle – reibungslos und ohne besondere Fragen oder Kontrollen wegen meiner Kameraausrüstung. Wenige Minuten später beginnt auch schon das Boarding am Gate. Da in der Fokker 100 nicht gar so viele Passagiere Platz haben (ca. 100) passen alle in einen Bus und es kann los gehen. Wir haben Plätze im vorderen Teil der Economy Class, ich kann Martin den Fensterplatz abschwatzen.

Kurz vor der Runway 34 machen wir jedoch wieder kehrt – der Kapitän informiert uns, dass es ein technisches Gebrechen mit einem der Triebwerke gibt und sich die Maintenance das erst einmal ansehen muss. Dann wird entschieden ob wir fliegen können oder nicht. Na toll – Verspätung, aber noch tragen’s alle mit Fassung und vertiefen sich in ihre Zeitungen. Etliche Zeit später dann die Durchsage vom Kapitän: dieser Flieger hebt heute nicht mehr ab, er muss in die Werft. Wir dürfen also das aussteigen üben und werden mit dem Bus wieder zum Terminal B gefahren. Zu Fuß folgen wir dann wie die besten 1er Schüler einer Austrian Mitarbeiterin brav in Zweierreihe zum Terminal C wo das Austrian Service Center zu finden ist.

Hier dürfen wir dann wieder länger anstehen bevor klar ist, was mit unserem Flug jetzt ist. Offensichtlich wird versucht eine Ersatzmaschine zu organisieren, das braucht eben. Als wir dann endlich an der Reihe sind erklärt uns die Mitarbeiterin am Schalter, dass der nächste Flug kurz vor zwei abhebt – unser 7:25 Flug ist also annulliert. Sie drückt uns noch Gutscheine für ein Mittagessen in die Hand und das war’s dann also mit unserem gemütlichen Vormittag in Amsterdam.

Abheben in den Urlaub dürfen erst mal andere.

Abheben in den Urlaub dürfen erst mal andere.

Die Stunden bis zum Abflug vertreiben wir uns mit der Aussicht vom Parkdeck, inspizieren noch einmal den Duty-Free Bereich, natürlich alles erst nach der zweiten Portion Koffein von Starbucks. Den Gutschein für’s Mittagessen lösen wir im Airest ein, dafür gibt’s Fritattensuppe, Hühnerschnitzel mit Petersilerdäpfeln, einen Salat und zwei große Getränke. Vollgegessen haben wir die restliche Zeit dann meinem iPod mit zeitvertreibenden Spielen den Akku geleert.

Die Ersatzmaschine ist dann ein Airbus A319, lange nicht voll belegt. Martin hat sogar Glück und darf von Anfang an im Cockpit am JumpSeat sitzen. Fragen bringt halt doch etwas und seine Pilotenlizenz hat er ja bei Flügen immer dabei! Ich darf mich also die 1:35h Flugzeit alleine beschäftigen, blöd nur dass jeglicher Lesestoff in Martin’s Rucksack ist.

Kurz vor vier Uhr steigen wir dann in Amsterdam in den Zug zur Centraal Station, man fährt vom Flughafen nicht einmal eine halbe Stunde. Dort angekommen besorgen wir uns eine 7-Tages Fahrkarte für die Amsterdamer Öffi’s um 29€ pro Person.

Fahrrad Parkhaus bei Amsterdam Centraal

Fahrrad Parkhaus bei Amsterdam Centraal


Von der Centraal Station fahren alle Amsterdamer Tram’s (Straßenbahnen) weg, mit der Linie 2 oder 5 kommen wir bis zum Museumsviertel wo unser Hotel (Bilderberg Jan Luyken) auch zu finden ist. Das hatte ich ebenfalls schon vorab bei hotels.com gebucht.

Das Zimmer ist zwar kein Tanzssaal, aber für uns ausreichend. Wir wollen hier ohnehin keine Wurzeln schlagen. Bevor wir wieder losziehen wird noch schnell die Reisetasche ausgepackt, dann machen wir uns auf einen ausgedehnten Abendspaziergang. Abendessen gibt’s – weil der Tag schon so anstrengend war – vom Burger King.

Kurz vor Mitternacht fallen wir dann in die Federn – morgen steht ein Grachtenspaziergang am Plan.

weiter zum nächsten Tag

 

Amsterdam: Anreise mal anders 1. Juni 2010